Geplante Obsoleszenz in Österreich? Murks, nein Danke!

Haben Sie sich auch schon mal gewundert, warum Ihre teuer gekauften Elektrogeräte so schnell kaputt gehen? Haben Fernseher, Waschmaschinen und andere Geräte früher nicht viel länger gehalten? Dahinter steckt das Prinzip der sogenannten „geplanten Obsoleszenz“: ein absichtlich herbeigeführter frühzeitiger Verschleiß im Interesse der Hersteller. Wenn auch Sie zum Murks „Nein Danke“ sagen wollen, geben wir Ihnen hier wichtige Tipps, was Sie dagegen tun können.

Die geplante Obsoleszenz lässt sich in vielen Bereichen beobachten. Beispiele hierfür sind:

  • Plastikbottich, fix eingepresste Lager und zu schwache Dämpfer in Waschmaschinen
  • zu schwache Elkos in Flachbildschirmen
  • eingebaute Seiten-Zähl-Chips in Druckern und Druckerpatronen
  • geplante Sollbruchstellen verschiedenster Art

Möchten wir diesen Murks länger kaufen? Nein danke! Denn es handelt sich eindeutig um arglistige Konsumentenschädigung durch Produkte, die nicht dem Stand der Technik entsprechen.

Unnötige Kosten für Verbraucher und Umweltprobleme durch Wegwerfen

Immer mehr Geräte sind schon nach kurzer Zeit defekt und eine Reparatur lohnt sich nicht mehr oder Ersatzteile werden gar nicht erst angeboten. Das Ergebnis: eine teure Neuanschaffung wird notwendig. Der vorzeitige Verschleiß von Technik ist aber nicht nur das individuelle Problem vieler Käufer, die immer öfter „nein danke“ zum Murks der Markenhersteller sagen.

Auch die Umwelt leidet – und zwar unter riesigen Müllbergen. Denn durch die sinkende Nutzungsdauer von Geräten, die dann entsorgt werden müssen, fällt immer mehr Elektroschrott an. Gleichzeitig werden wertvolle Ressourcen vergeudet und das Ökosystem gerät aus dem Gleichgewicht. Bezogen auf die Umwelt kann das Motto deshalb ebenfalls nur „Murks, nein danke!“ lauten.

Beitrag zur Nachhaltigkeit von Produkten – der Verein MURKS? NEIN DANKE!

Die Industrie rechtfertigt die immer kürzeren Produktlebensdauern mit einem angeblichen Konsumentenwunsch, Geräte schon nach kurzer Zeit durch neue zu ersetzen. Zusätzlich versuchen Konzerne, die Verbraucher über die Werbung zum häufigeren Produktwechsel zu verführen. Unserer Erfahrung nach möchten jedoch viele Kunden ihre defekten Geräte kostengünstig reparieren lassen, statt diese schon nach ein bis zwei Jahren entsorgen zu müssen.

Industrie und Werbung benötigen deshalb einen starken Gegenpol, sowohl in der Politik als auch unter kritischen Verbrauchern. Eine Möglichkeit zum Mitmachen ist die Initiative MURKS? NEIN DANKE! Dort können Sie Murks melden, sich informieren und den Verein mit einer Spende unterstützen.

Die österreichische Regierung muss endlich handeln!

Doch nicht nur Bürger sollten sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen, etwa über Initiativen wie MURKS? NEIN DANKE! Auch die zögerliche Politik ist in Österreich gefordert, endlich etwas gegen geplante Obsoleszenz zu unternehmen.

Unsere zentralen Forderungen lauten:

  • Kennzeichnungspflicht für Geräte mit geplantem Ablaufdatum
  • Verschärfung des Produkthaftungsgesetzes

Sie möchten mehr zur geplanten Obsoleszenz erfahren? Informieren Sie sich auf dem Blog von MURKS? NEIN DANKE! sowie bei unserem Elektrobetrieb zu dem Thema. Sehenswert ist außerdem der Dokumentarfilm „Kaufen für die Müllhalde“ aus dem Jahr 2010.